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Wenn der Webdesigner kein Webdesigner ist

Wenn der Webdesigner kein Webdesigner ist

Grafiker kennen das: TOP-Screendesign wurde entworfen - Website weicht aber stark davon ab.
„Das geht so nicht“, „So ist das nicht möglich“, „Würde ich auf keine Fall so machen“. So oder so ähnlich lauten dann die Ausreden des angeblichen Webdesigners.

Jeder Grafiker der auch im World Wide Web aktiv ist und für seine Kunden auch Websites plant, wurde meist selbst schon Zeuge von solchen Problemen. Nur wenige „Auserwählte“ haben das Glück schon beim ersten Webdesignern einen richtigen Profi an der Hand zu haben.
Das Problem ist meist das selbe, der Grafiker entwirft ein geniales Screendesign für die Website und hat seine eigenen Vorstellungen zu den Funktionen. Der Webdesigern (man kennt den halt noch von früher und findet die Suche nach einem neuen einfach zu aufwendig) setzt dieses dann fürs Web um und präsentiert das Ergebnis.
Jetzt heißt’s den ersten Schock zu verdauen - viele Elemente der Website ähneln dem Entwurf kaum (bis auf die Farbe eventuell). Spricht man den Webdesigner darauf an, drückt dieser rum und kommt nur mit Aussagen wie „So etwas ist leider nicht möglich“ oder „Bei dem Angebotspreis ist das nicht machbar“. Man hat immer das Gefühl, das es sich hierbei um Ausreden handelt und in Wirklichkeit der Webdesigner nicht weiss wie er das realisieren kann.
Aber was bleibt einem übrig - er ist der Fachmann. Man redet sich ein, dass die eigenen Anforderungen eventuell zu hoch waren und gibt sich damit zufrieden.

Aber entspricht das der Realität?

NEIN!
Der Webdesigner ist kein Webdesigner!!

Mir ist klar, dass diese Aussage vielleicht etwas zu hart und etwas zu allgemein ausgedrückt ist, aber ich möchte mit Absicht hier etwas provozieren. Denn eines muss klar sein, wir unterscheiden mittlerweile zwischen zwei Typen von Webdesignern.
Dem Webdesigner, der mit fertigen Website Templates arbeitet oder eine Template Software verwendet um Websites aufzubauen. Und dem Webdesigner (ich würde den eigentlich eher Webentwickler nennen), der jedes Website-Layout selbst programmiert. Also jemanden, der Dinge wie HTML, CSS, JavaScript, etc. wirklich beherrscht.
Schauen wir uns die beiden mal im Detail an.

 

Der "einfache Webdesigner"

Auch wenn meine bisherigen Worte einen ganz anderen Eindruck machen, auch dieser Webdesigner hat seine Daseinsberechtigung. Dieser mag zwar kein richtiger Webentwickler sein, da er die dazu notwendigen Programmiersprachen nicht beherrscht, nichts desto trotz, hat dieser Ahnung davon. Somit kann auch dieser mit professioneller Beratung und einer optimalen Website dienen. Die realisierte Website, wird dann mit einem fertigen Template (diese kann man ganz einfach für wenig Geld im Internet kaufen) realisiert. Das muss die Seite aber nicht abwerten, da dies für den Endkunden sowieso nicht ersichtlich ist. Wenn es nun aber darum geht, konkrete Ideen und Designentwürfe zu realisieren, stößt dieser Webdesigner an seine Grenzen.
Er ist hier an die Möglichkeiten des gekauften Templates gebunden. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Template gibt, das 1zu1 dem Screendesign des Grafikers entspricht, ist sehr gering. Selbst mit Anpassungsversuchen (welche Aufgrund von fehlenden Code-Kenntnissen sehr schwierig sind) wird dies selten zum gewünschten Erfolg führen.

Wieso aber nun meine Abneigung

Wie schon gesagt, ist auch die Arbeit solch eines Webdesigners vollkommen OK - solange dies mit dem Kunden auch klar kommuniziert wird. Wenn der Kunde (Grafiker) im Bild darüber ist, dass die Website durch ein Baukastensystem oder ein gekauftes bzw. fertiges Template realisiert wurde, ist das in Ordnung.
Nicht mehr in Ordnung ist dies aber, wenn der Webdesigner vorgibt, die Website komplett selbst zu programmieren bzw. das Layout selbst erstellt bzw. umgesetzt zu haben. Oder wenn der Webdesigner dies nicht klar kommuniziert, da darunter eventuell der eigene Angebotspreis leiden könnte. Immer wieder werden hier in Angeboten bis zu vierstellige Summen für die „Programmierung“ des Website-Layouts verlangt. Von einer ehrlichen Zusammenarbeit kann hier nicht mehr die Rede sein.

Wird hier ehrlich gearbeitet und ist der Grafiker über die Möglichkeiten informiert, dann ist auch hier eine gute Zusammenarbeit möglich. Auch mit fertigen Templates lassen sich gute Websites realisieren. Man geht das Ganze nur anders an und der Grafiker muss sich an fertigen Templates orientieren.

 

Der "professionelle Webentwickler"

Hier sprechen wir von einem Webdesigner, für den HTML, CSS sowieso als Muttersprache angesehen werden können und JavaScript, PHP, etc. als zusätzlich beherrschte Fremdsprachen gelten. Ganz einfach gesagt, programmiert diese Person das Layout der Website wirklich selber.
Dadurch ist es auch möglich, dass Screendesign wirklich 1zu1 umgesetzt werden. Auch gewünschte Funktionen sind so kein Problem mehr (eher noch eine Kapitalfrage - je nach Aufwand).
Ein guter Webentwickler wird selten sagen - „Das ist nicht möglich“, oder „Das geht nicht“.
Natürlich hat auch das Web seine Grenzen - aber realisierbar ist fast alles - je nach Komplexität ist dies nur eine Frage des Kapitals.

Grafiker, welche Großen Wert darauf legen, dass der ausgetüftelte Layoutentwurf 1zu1 umgesetzt wird, der sollte sich einen Webdesignern dieser Art suchen.

 

Fazit

Grafiker die bei der Gestaltung der Website keine großen Ansprüche haben und hier sehr flexibel sind, können sich ohne weiteres einen Webdesigner suchen, der mit fertigen Templates arbeitet.
Möchte der Grafiker aber seine Ideen realisiert haben, dann sollte ein Webentwickler gesucht werden, der sein Handwerk bis ins Detail versteht.

Wir gehören definitiv zu den professionellen Webentwicklern. Eine unserer größten Stärken ist die Realisierung von individuellen Webprojekten und Ideen fürs World Wide Web. Als starker Partner für kreative Köpfe, arbeiten wir laufend mit Grafiker und Agenturen zusammen.


 

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Kommentare 2

Gäste - Kev am Montag, 25. September 2017 16:58

Vieles in diesen Beitrag ist so leider nicht vertretbar für den Beruf Webdesigner. Ein Webdesigner ist in erster Linie ein Grafiker mit besonderen Kenntnissen. Dazu zählen aktuelle Trends im Webbereich, HTML/CSS/JS (Grund-)Kenntnisse und technisches Wissen, wie eine Seite funktioniert (auch Erfahrung in UX/UI Design sollte ein Webdesigner mit sich bringen). In diesen Artikel übernimmt der Webdesigner aber nur die Aufgaben, die ein Frontend-Entwickler macht. Die Aufgaben eines Frontend-Entwickler besteht nämlich zum Teil auch darin, dass er das Design vom Webdesigner in seinen CMS/Webanwendung überträgt, er designt aber keine Webseiten selbst.

Ein Grafiker, der keinerlei Erfahrung im Webbereich hat, hat hier leider auch nichts zu suchen (das Geld kann man sich zum größten Teil sparen). Das selbst der Webentwickler hier als besserer Webdesigner dargestellt wird, ist auch schon komplett falsch. Ein Webdesigner muss sehr viel mehr machen als nur HTML&CSS. Dazu gehört das Corporate Design, Layout der Seite, UX/UI Design und so weiter. Er ist die Verbindung zwischen Kunden und Webentwickler während der Entwicklung des vollständigen Designs der Webseite (Webdesigner fragen Webentwickler, was möglich ist (kommt eine Neuentwicklung eines Plugins, so wird mit den Projektleiter darüber entschieden, ob das im Budget passt oder ob der Kunde dies zahlen möchte)). Alles, was ein Webentwickler eben NICHT macht, weshalb der Beruf Webdesigner seine Daseinsberechtigung hat. Als langjähriger Webentwickler sieht es für mich, nach dem ich diesen Artikel gelesen habe, so aus, als hätten Sie noch nicht mit einen professionellen Webdesigner gearbeitet.

Es gibt leider zu viele Grafiker, die sich selbst Webdesigner nennen bzw. diese Leistung anbieten. Die Zusammenarbeit mit solch einen Grafiker ist aber die reinste Katastrophe. Im Grunde kostet so ein Grafiker genau so viel wie ein Professioneller Webdesigner. Nur das man in Zusammenarbeit mit einen professionellen Webdesigner 20x schneller fertig wird, als mit einen Grafiker, der keine Ahnung in diesen Gebiet hat.

Kurz und knapp: Ein sehr schlechter Artikel von einer einer professionellen Agentur. Eine professionelle Agentur muss wissen, wie groß der Umfang der Aufgaben eines Webdesigners in Wirklichkeit ist.

Vieles in diesen Beitrag ist so leider nicht vertretbar für den Beruf Webdesigner. Ein Webdesigner ist in erster Linie ein Grafiker mit besonderen Kenntnissen. Dazu zählen aktuelle Trends im Webbereich, HTML/CSS/JS (Grund-)Kenntnisse und technisches Wissen, wie eine Seite funktioniert (auch Erfahrung in UX/UI Design sollte ein Webdesigner mit sich bringen). In diesen Artikel übernimmt der Webdesigner aber nur die Aufgaben, die ein Frontend-Entwickler macht. Die Aufgaben eines Frontend-Entwickler besteht nämlich zum Teil auch darin, dass er das Design vom Webdesigner in seinen CMS/Webanwendung überträgt, er designt aber keine Webseiten selbst. Ein Grafiker, der keinerlei Erfahrung im Webbereich hat, hat hier leider auch nichts zu suchen (das Geld kann man sich zum größten Teil sparen). Das selbst der Webentwickler hier als besserer Webdesigner dargestellt wird, ist auch schon komplett falsch. Ein Webdesigner muss sehr viel mehr machen als nur HTML&CSS. Dazu gehört das Corporate Design, Layout der Seite, UX/UI Design und so weiter. Er ist die Verbindung zwischen Kunden und Webentwickler während der Entwicklung des vollständigen Designs der Webseite (Webdesigner fragen Webentwickler, was möglich ist (kommt eine Neuentwicklung eines Plugins, so wird mit den Projektleiter darüber entschieden, ob das im Budget passt oder ob der Kunde dies zahlen möchte)). Alles, was ein Webentwickler eben NICHT macht, weshalb der Beruf Webdesigner seine Daseinsberechtigung hat. Als langjähriger Webentwickler sieht es für mich, nach dem ich diesen Artikel gelesen habe, so aus, als hätten Sie noch nicht mit einen professionellen Webdesigner gearbeitet. Es gibt leider zu viele Grafiker, die sich selbst Webdesigner nennen bzw. diese Leistung anbieten. Die Zusammenarbeit mit solch einen Grafiker ist aber die reinste Katastrophe. Im Grunde kostet so ein Grafiker genau so viel wie ein Professioneller Webdesigner. Nur das man in Zusammenarbeit mit einen professionellen Webdesigner 20x schneller fertig wird, als mit einen Grafiker, der keine Ahnung in diesen Gebiet hat. Kurz und knapp: Ein sehr schlechter Artikel von einer einer professionellen Agentur. Eine professionelle Agentur muss wissen, wie groß der Umfang der Aufgaben eines Webdesigners in Wirklichkeit ist.
Joachim Lackner am Montag, 25. September 2017 17:10

Hallo Kev,

vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Ich gebe dir recht, es hätte nicht geschadet, wenn ich vielleicht noch den Unterschied zwischen Webentwickler und Webdesigner erklärt hätte. Das hast nun ja du fast schon übernommen .

Kurz zur Erklärung wieso ich im Artikel immer vom "Webdesigner" rede: Leider mussten wir die Erfahrung machen, das unter Unternehmen immer wieder von "Webdesignern" allgemein die Rede ist. Hier wird selten zwischen einen Webdesigner (der eher der Grafiker ist) und einem Webentwickler (der die technische Realisierung vornimmt) unterschieden. Beide werden gerne pauschal als "Webdesigner" bezeichnet.

Der Grund für diesen Artikel kommt aus der negativen Erfahrung von Kunden, mit Grafikern (aber auch oft Nicht-Grafikern) die Webdesign und Webentwicklung in einem mitverkaufen. Diese dann aber meist von der tatsächlichen Webentwicklung keine Ahnung haben.

Auch wenn dein Kommentar nicht wirklich positiv ausfiel: Trotzdem vielen Dank - vielleicht konnte damit diese Unklarheit geklärt werden.

Hallo Kev, vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Ich gebe dir recht, es hätte nicht geschadet, wenn ich vielleicht noch den Unterschied zwischen Webentwickler und Webdesigner erklärt hätte. Das hast nun ja du fast schon übernommen :). Kurz zur Erklärung wieso ich im Artikel immer vom "Webdesigner" rede: Leider mussten wir die Erfahrung machen, das unter Unternehmen immer wieder von "Webdesignern" allgemein die Rede ist. Hier wird selten zwischen einen Webdesigner (der eher der Grafiker ist) und einem Webentwickler (der die technische Realisierung vornimmt) unterschieden. Beide werden gerne pauschal als "Webdesigner" bezeichnet. Der Grund für diesen Artikel kommt aus der negativen Erfahrung von Kunden, mit Grafikern (aber auch oft Nicht-Grafikern) die Webdesign und Webentwicklung in einem mitverkaufen. Diese dann aber meist von der tatsächlichen Webentwicklung keine Ahnung haben. Auch wenn dein Kommentar nicht wirklich positiv ausfiel: Trotzdem vielen Dank - vielleicht konnte damit diese Unklarheit geklärt werden.
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